Hintergrund

Frauen - viele Gesichter, viele Farben, viele Stimmen,
viele Sprachen, viele Ideen und
viele Realitäten...

 

 

Frau, vrouw, woman, femme, mujer, kadin, jin ... Das Wort „Frau“ (jin) hat im Kurdischen die gleiche Wurzel wie das Wort „Leben“ (jiyan). In Mesopotamien wie in nahezu allen Teilen der Erde wurden die ersten sozialen Beziehungen, das gesellschaftliche Leben zu Beginn der Menschheitsgeschichte durch Frauen aufgebaut. Frauen spielten eine führende Rolle bei der Entwicklung von Produktionsmitteln, Landwirtschaft, Sprache, Rechtswesen und Wissenschaften. Sie standen im Zentrum des Lebens, entwickelten es im Einklang mit der Natur und sicherten eine gerechte Verteilung der Produkte.

Die heutige Realitat ist eine andere: Während Frauen die Hälfte der Menschheit sind und zwei Drittel der Arbeitsstunden leisten, erhalten sie nur ein Zehntel des Welteinkommens und besitzen weniger als ein Hundertstel des gesamten Eigentums. Nur ein Prozent der staatlichen Entscheidungsträger sind Frauen.

Infolge von Armut, Kriegen, Menschenrechtsverletzungen, sozialen Krisen und geschlechtsspezifischer Verfolgung sind drei Viertel der Flüchtlinge und Migranten Frauen. Gewalt gegen Frauen und Kinder nimmt stetig zu;  Prostitution, Pornographie und Frauenhandel haben globale Verbeitung. Je nach nationaler, religiöser und kultureller Herkunft, sozio-ökonomischer Lage, körperlicher Verfassung, Sprache und Ausbildungssituation sind  Frauen mit unterschiedlichen Schwierigkeiten konfrontiert. Steigende Selbstmordraten unter Frauen zeugen in vielen Regionen der Welt davon, dass eine grosse Zahl von Frauen unter den gegenwärtigen Bedingungen keine Lebensperspektive mehr für sich sehen können.

Jedoch organisierten sich Frauen in den vergangenen Jahren vielerorts gegen das verschärfte Unrecht, brachen mit traditionellen Tabus und trugen ihre Forderungen in die Öffentlichkeit. Insbesondere Frauen, die die zerstörerischen Auswirkungen von Krieg und Männergewalt am eigenen Leib erfahren mussten, spielten eine wichtige Rolle beim Aufbau von Friedensinitiativen. In Kurdistan, der Türkei, Palästina, Jugoslawien, Tschetschenien oder Mexiko schlossen sich Frauen zusammen, um sinnlose Gewalt zu stoppen, eine Demokratisierung der Gesellschaft voranzutreiben und Hilfsprojekte für Bedürftige zu realisieren.

Krieg und Krisen, Globalisierung der Markte und technischer Fortschritt brachten eine Veränderung traditioneller Familienstrukturen und Lebenszusammenhänge mit sich. Zugleich konnten mit dem Einsatz von Frauen für ihre Rechte und Freiheit wichtige Fortschritte erkämpft werden.

Mit zunehmender Partizipation und steigendem Bildungsniveau von Frauen ist die Geschlechterfrage ein bestimmendes Thema internationaler Konferenzen und Institutionen geworden. In diesem Zusammenhang bieten sich für die aktive und bewusste Teilnahme von Frauen am sozialen und politischen Leben, für die Gestaltung einer lebenswerten Zukunft eine Reihe an Chancen. Hierzu ist es notwendig, dass Frauen ihre eigenen Lebensvorstellungen und Projekte definieren und Voraussetzungen für deren Umsetzung schaffen.

Vor diesem Hintergrund wurde die Internationale Freie Frauenstiftung (IFWF) als unabhängige, nicht-profitorientierte Stiftung von Frauen aus dem Mittleren Osten und Europa am 9. Marz 2001 in Amsterdam errichtet.

Die IFWF bemüht sich um die Unterstützung jeglicher Projekte, die im Einklang mit den Zielen und Prinzipien der IVVS stehen. Für Anträge und Nachfragen wenden Sie sich bitte an unser Büro in Amsterdam.

Die IFWF ist als unabhängige Einrichtung zur Realisierung ihrer Ziele und Projekte auf freiwillige Spenden angewiesen. Auch Sie können einen Beitrag dazu leisten. Für Spendenaufträge steht die untenstehende Bankverbindung zur Verfügung.

 

International Free Women’s Foundation (IFWF)

Internationale Vrije Vrouwen Stichting · Weqfa Jinên Azad a Cîhanê

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