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Wir
lassen die Makbule Kaymaz nicht allein!
Dringender
Unterstützungsaufruf
Während sich weltweit Aktivitäten
für Frieden und Menschenrechte ausbreiten, sind wir leider immer
noch mit gewalttätigen Übergriffen konfrontiert. Bei diesen
Ereignissen werden die grundlegenden Menschrechte vieler Menschen
– Frauen, Männer und Kinder außer Kraft gesetzt und viele
verlieren ihr Leben. Ein solcher Vorfall ereignete sich am 21.
November 2004 in der kurdischen Kleinstadt Kiziltepe in der Provinz
Mardin. Makbule Kaymaz verlor durch willkürliche Gewalt türkischer
Sicherheitskräfte ihren Ehemann und ihren 12jährigen Sohn. Der 31jährige
LKW-Fahrer Ahmet Kaymaz und sein Sohn Uğur Kaymaz
wurden in der Turgut-Özal-Strasse in der Ortschaft Kiziltepe im
Zuge einer Polizeioperation getötet. Nach dem Ereignis wurden in
dem Leichnam des 12jährigen Uğur 13 Kugeln und in dem Leichnam
seines Vaters Ahmet 9 Kugeln Schussmunition gefunden.
Laut
Erklärungen der türkischen Sicherheitskräfte wurden Ahmet Kaymaz
und sein Sohn Uğur Kaymaz zu „Terroristen“ erklärt.
Demgegenüber zeigen die Untersuchungen des Menschenrechtsvereins
IHD, der Menschenrechtskommission des türkischen Parlamentes,
verschiedener NGOs und politischer Parteien, dass es sich bei dem
Vorfall um eine „extra-legale Hinrichtung“ handelte. Das
Gerichtsverfahren zu dem Vorfall und Beschuldigungen gegen die
Mutter, sie habe „Terroristen Unterschlupf gewährt“, dauern an.
Makbule Kaymaz, Mutter von 4
Kindern, gab zu dem Vorfall folgendes an: „Ich hatte am Abend
gegen 16.30 Uhr das Abendessen vorbereitet. Mein Mann wollte
zusammen mit meinem Sohn einige Dinge wie Decken und Schlafzeug zum
LKW bringen. Kurz nachdem sie auf die Strasse gegangen waren, waren
Schüsse zu hören. Wir hatten Angst und liefen zum Hof unserer
Nachbarn hinüber. Kurz darauf hörten wir erneut Schüsse. In
diesem Moment sah ich, dass mein Sohn Uğur vor dem LKW auf die
Knie gesunken war. Den Kopf nach vorne gebeugt saß er da. Es war
dunkel, aber ich erkannte ihn an seiner weißen Hose. Ich hatte
Angst und ging in das Haus unserer Nachbarn. Darauf hörte ich
nochmals Schüsse.“
Makbule Kaymaz ist eine der Tausenden von Frauen,
die von der Gewaltpolitik des türkischen Staates betroffen ist.
Einerseits ist es wichtig, die Verantwortlichen dieses Ereignisses
ausfindig zu machen. Die gegenwärtigen Kampagnen gegen Krieg und
Gewalt drücken sind ein Ausdruck von öffentlicher Besorgnis.
Jedoch sehen wir es auch als unsere Aufgabe, Opfern von Gewalt in
jeglicher Hinsicht unsere Solidarität zu zeigen und unsere Unterstützung
zukommen zu lassen.
Die Familie Kaymaz sicherte ihren Lebensunterhalt
bislang durch das Einkommen Ahmet Kaymaz’s als LKW-Fahrer. Durch
die Ermordung ihres Ehemannes sind die Witwe Makbule Kaymaz und ihre
verbliebenen 3 Kinder zusätzlich zu ihrer Trauer über dem
schmerzhaften Verlust ihrer Angehörigen auch noch mit ernsten ökonomischen
Schwierigkeiten konfrontiert.
Als International Free Women’s Foundation
wollen wir von Krieg und Gewalt betroffene Frauen nicht allein
lassen. In diesem aktuellen Fall rufen wir zu einer internationalen
Kampagne in Solidarität mit der kurdischen Mutter Makbule Kaymaz
auf. Wir freuen uns über jegliche Unterstützung, sei es ideeller
oder materieller in Form. Alle Solidaritätsbekundungen und Spenden
zur Sicherung des Lebensunterhalts von
Makbule Kaymaz und ihren Kindern werden wir direkt an die
Hinterbliebenen weiterleiten. Für Spenden steht die unten
angegebene Bankverbindung zur Verfügung.
International
Free Women’s Foundation
Rotterdam,
23.11.2004
International
Free Women’s Foundation
Willebrordusplein
10a - NL-3037 TC Rotterdam
Postbank N.V. 621 85 45 -
Stichwort:
“UGUR”
IBAN: NL84
PSTB 000 621 85 45 BIC: PSTBNL 21
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